Innovative Ideen

Nachhaltigkeit in der Energieversorgung: Wie heizen wir in Zukunft?

Vor allem Ölheizsysteme haben inzwischen ausgedient. Eine nachhaltige, umweltverträgliche Alternative muss her. Rat bietet der Fachmann, der auch die entsprechenden handwerklichen Lösungen in der Energieversorgung liefern.

Wir erleben es drastisch, wie tief das Thema Energie in unseren Alltag eingreift. Die gestiegenen Energiepreise sind nur ein Teilbereich, der heiß diskutiert wird. Zu der Frage, ob wir uns unseren Energieverbrauch überhaupt noch leisten können, tritt mit zunehmender Brisanz die Frage, wie lange die Welt mit den vorhandenen fossilen Trägern überhaupt noch auskommt. Trotz eines möglichen effizienten und suffizienten Umgangs mit Energie wird der Bedarf weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben.

Denn fast alles, was Menschen tun, braucht Energie. Ob in Unternehmen oder Haushalten, in Schulen oder Krankenhäusern, in der Produktion oder im Dienstleistungssektor, zum Beleuchten, Kochen, Kühlen oder Heizen, zum Transportieren, Fortbewegen oder für den Antrieb von Maschinen.

Nachhaltigkeit: Heizen mit der Umgebungswärme

Vor allem Heizungen verbrauchen viel Energie. Die Beheizung der Wohnung und die Aufbereitung von Warmwasser nimmt mit rund 70 Prozent den Löwenanteil des Energieverbrauchs privater Haushalte ein. Je älter das Gebäude und die Geräte – desto höher sind natürlich die Kosten. Meist genügen einfache Heiztipps nicht, dann sollte die Dämmung erneuert oder sogar die Heizung ausgetauscht werden. Eine konsequente energetische Sanierung leistet einen großen Beitrag für die Umwelt und für das eigene Portemonnaie.

Meist ist zunächst eine Öl- oder eine Gasheizung im Gebrauch. Während Experten die Zukunft von Ölheizungen kritisch sehen, gelten Gasheizungen noch immer als eine gute Option. Das muss aber nicht immer die optimale Lösung sein: Im Altbau, aber auch für alle, die zum ersten Mal in ihrem Leben ein Haus bauen oder kaufen, ist die Art der Heizung eine wichtige Entscheidung – und diese kann durchaus innovativ sein.

Eine clevere Lösung: die Kombination aus einer Wärmepumpe und Photovoltaik. Eine Wärmepumpe gewinnt etwa 75 Prozent ihrer Energie aus der Umweltwärme, also aus der Luft, dem Boden und dem Grundwasser. Lediglich die verbleibenden 25 Prozent müssen elektrisch angetrieben werden. Diesen Strom kann man wiederum über die eigene Photovoltaikanlage auf dem Hausdach erzeugen. Je nach Anwendung reichen zehn bis zwölf Module für den Bedarf eines Vier-Personen-Haushaltes aus. Idealerweise werden diese Module unterschiedlich ausgerichtet, doch auch, wenn sie nur nach Süden zeigen, können sie ein gutes Ergebnis liefern.

Um die Nacht, in der keine Sonne scheint, aufzufangen, und weil Energie üblicherweise morgens oder abends gebraucht wird, ist es notwendig, den Sonnenstrom zu speichern. So kann er möglichst effizient genutzt werden. Spezielle Batteriespeicher in der Größe eines mittelgroßen Kühlschranks lassen sich im Keller oder Hauswirtschaftsraum aufstellen und erledigen ihren Dienst. Auch eine Gasheizung kann mit einer richtig dimensionierten Solaranlage ergänzt werden, sodass daraus ein Hybridsystem entsteht.

Natürliche Energieversorgung: Heizen mit Holz

Mit Holz zu heizen, erfreut sich in Deutschland einer wachsenden Beliebtheit. Der hohe Wirkungsgrad und die sehr gute Ökobilanz leisten einen erheblichen Beitrag dazu. Zur Auswahl stehen effiziente Holzvergaser sowie komfortable Pelletkessel. Den Holzvergaserkessel beschicken Anwender manuell mit Stückholz, die Pelletheizung arbeitet vollautomatisch. Allerdings ist Experten zufolge zu beachten, dass eine Holz- oder Pelletheizung immer auch ein Brennstofflager benötigen. Und: Würde sich die Zahl der eingesetzten Holzöfen schlagartig erhöhen, wäre eine nachhaltige Forstwirtschaft ohnehin nicht mehr möglich.

Elektroheizungen, Wärmepumpen oder Solarthermieanlagen – es gibt viele Systeme, die sich in Zukunft zum Heizen anbieten. Besonders die Kombination aus verschiedenen Heizungen der Zukunft ist lukrativ. Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung wird bei der stromerzeugenden Heizung ein Generator mit einem durch Erdgas betriebenen Motor angetrieben. Die entstehende Wärme wird über einen Wärmetauscher abgekoppelt und zum Heizen verwendet. Das ermöglicht eine jährliche Kosteneinsparung von rund 35 Prozent.

Brennstoffzellen-Heizungen arbeiten ebenfalls mit Erdgas. Weil sie elektrochemisch sind, arbeiten sie zudem völlig verbrennungsfrei. Über eine chemische Reaktion von Sauerstoff und im Erdgas enthaltenen Wasserstoff werden Wärme und Strom erzeugt. Mit dieser sogenannten kalten Verbrennung lässt sich durchschnittlich etwa ein Drittel der CO2-Emissionen gegenüber herkömmlichen Heiztechniken einsparen. Ist das für die Brennstoffzelle genutzte Erdgas auch noch regenerativ, kann man von einer umweltfreundlichen Heizung der Zukunft sprechen. Allerdings: Auch wenn die Heizsysteme der Zukunft noch so modern und energieeffizient sind – ohne ein gut gedämmtes Haus geht viel Wärme verloren.

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Jürgen Hohnen
Fachberater für stromproduzierende Heizungen

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