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Stromproduzierende Heizung: umweltfreundliches und sparsames Energiesystem

Wohngebäude waren alleine im vergangenen Jahr für 117 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent verantwortlich. Dabei tun sich besonders Ölheizungen negativ hervor. Wer diese in Zukunft weiter betreiben will, auf den kommen hohe Kosten durch steigende Ölpreise und den CO2-Preis zu. Eine sehr interessante Alternative sind stromproduzierende Heizungen wie Brennstoffzelle, Mikro-Gasturbine und Mini-Blockheizkraftwerke.

Energiekosten senken, CO2-Emissionen reduzieren, sich dem Klimawandel entgegenstellen: Gründe, ein Heizsystem zu modernisieren, gibt es viele. Einen Überblick darüber, wie viele Heizungsanlagen deutschlandweit sanierungsbedürftig sind, gibt der „Heizungsfinder Sanierungsatlas“: In der Summe sind 14,6 Millionen Gas- und Ölkessel, von denen weit mehr als die Hälfte älter ist als 15 Jahre, die nicht auf dem Stand der Technik. Sie verbrauchen zu viel Energie und verursachen höhere Heizkosten als eigentlich notwendig.

Und dazu kommt ihre bisweilen desolate Ökobilanz: Bei einem jährlichen Energieverbrauch von 20.000 Kilowattstunden stößt eine Ölheizung 6,3 Tonnen CO2 aus. Oder anders gesagt: Ein Einfamilienhaus, in dem mit Öl geheizt wird, verursacht rund 3,29 Tonnen CO2 im Jahr. Nach Angaben des Umweltbundesamtes waren Wohngebäude alleine im vergangenen Jahr für 117 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent verantwortlich, bei 866 Millionen Tonnen Treibhausgas-Ausstoß 2018 in Deutschland insgesamt.

CO2-Preis macht Ölheizungen richtig teuer

Das kann für Immobilienbesitzer doppelt teuer werden. Denn im Rahmen des kürzlich verabschiedeten Klimaschutzgesetzes will Deutschland den Treibhausgasausstoß bis 2030 um mindestens 55 Prozent verringern. Langfristig verfolgt die Bundesregierung das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen zum Start ab dem Jahr 2021 pro Tonne Kohlendioxid (CO2) zunächst zehn Euro fällig werden – der sogenannte „Zertifikatehandel für Emissionen“, oder auch CO2-Preis. Bis 2025 soll der CO2-Preis auf 35 Euro steigen, und ab 2026 soll er in einem Handel mit Verschmutzungsrechten teilweise dem Markt überlassen werden, aber zunächst bei 60 Euro gedeckelt sein.

Das bedeutet: Neben einem steigenden Ölpreis, der vor allem mit vielen politischen Unsicherheitsfaktoren verbunden ist, wird auch der CO2-Preis das Heizen mit Öl erheblich verteuern – denn umweltschädliche Heizsysteme werden dadurch stark belastet. Aber warum eigentlich? CO2 führt zum Treibhauseffekt. Dieser sorgt dafür, dass die Sonne die Erde aufwärmt. Ohne den Treibhauseffekt würde die wärmende Energie der Sonne zurück ins Weltall strahlen und es wäre auf der Erde deutlich kälter. Das durch Verbrennung fossiler Brennstoffe von Menschen freigesetzte CO2 verstärkt den Treibhauseffekt, die weltweite Durchschnittstemperatur steigt an. Deutlich sichtbar wird die Erderwärmung durch das Abschmelzen der Pole und Gletscher. Zudem steigt der Meeresspiegel, sodass niedrig gelegene Regionen von Überschwemmungen bedroht sind. Auch Naturkatastrophen sowie extreme Hitze oder Kälte werden auf den Klimawandel, also auf CO2-Emissionen, zurückgeführt.

Die nachfolgende Grafik des Umweltbundesamtes zeigt, wie sich der Ausstoß von Gasen wie Kohlendioxid entwickelt hat und wie er sich entwickeln soll.

Stromproduzierende Heizung: viele Möglichkeiten der Umsetzung

Wohl dem, der mit seiner eigenen Energieversorgung etwas gegen diese schädlichen Einflüsse auf die Umwelt tun kann! Eine Alternative: die stromproduzierende Heizung. Stromproduzierende Heizungen sind heutzutage ein sehr innovatives Energiesystem, um über die eigene Stromproduktion so viel Energie zu erschaffen, dass die Heizkosten damit oftmals komplett abgedeckt werden können. Dabei gibt es sehr viele Möglichkeiten der technischen Umsetzung. Stromproduzierende Heizungen lassen sich beispielsweise über Brennstoffzelle, Mikro-Gasturbine und Mini-Blockheizkraftwerke (Mini-BHKW) in privaten und gewerblichen Immobilien realisieren.

Der große Vorteil: Wir benötigen immer mehr Strom für unsere Technik und Anforderungen. Und viele umweltfreundliche Anwendungen wie Elektromobilität ergeben nur dann Sinn, wenn wir unseren Strom umweltfreundlich und möglichst dezentral produzieren. Dazu ein paar Zahlen: Aktuell ist Strom vier- bis fünfmal so teuer wie Erdgas – Tendenz steigend. Dabei besteht der Strompreis zu 15 Prozent aus den Kosten der Stromproduktion und zu 85 Prozent aus Steuern und Umlagen.

Mini-Blockheizkraftwerk: Stromproduktion bei Eigenverbrauch reduzieren

Das Mini-Blockheizkraftwerk ist als stromproduzierende Heizung ein herausragender Ersatz für die Ölheizung. Das System generiert auf eine umweltfreundliche Art und Weise Wärme und Strom gleichzeitig durch die Kraft-Wärme-Kopplung mit einem hochentwickelten Motor. Schon ein kleines Mini-Blockheizkraftwerk produziert bis zu 33.000 Kilowattstunden Strom jährlich. Größere Geräte schaffen bereits zwei bis 20 Kilowatt Strom je Stunde. Mit einem Mini-Blockheizkraftwerk können bis zu 100 Prozent der Heizkosten durch die eigene Stromproduktion bei Eigenverbrauch reduziert werden. Das kommt durch die hohe Förderung des KWK-Gesetzes und dadurch der Strom in der Regel 400 Prozent teurer ist als Gas. Zudem erhalten die Anlagen durch das Energielabel A++ beste Bewertungen bei Sanierungen und neuen Häusern.

Mikrogasturbine: Erhebliche Energiekosteneinsparungen von bis zu 25 Prozent möglich

Eine Mikrogasturbine ist eine besonders kleine Gasturbine, die in der dezentralen Energieversorgung eingesetzt wird. Sie sind gekennzeichnet durch ihre kompakte Bauform, hohe Drehzahl (Umdrehungsgeschwindigkeiten von bis zu 96.000 pro Minute), niedrige Brennkammerdrücke und Temperaturen und können mit einem breiten Spektrum an Kraftstoffen wie Erd- und Biogas sowie flüssigen Brennstoffen betrieben werden. Mikrogasturbinen sind wartungs- und schadstoffarm, weil die Maschinen ohne Zylinder und Ventile arbeiten und Gas kontinuierlich verbrennen.

Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt die Mikrogasturbine gleichzeitig Strom und Wärme, lässt sich sehr gut in moderne Heizungssysteme einbinden und kann an die Stromtarifstruktur (Reduzierung der Spitzenleistung, Vermeidung des Betriebs in Schwachlasttarifzeiten) angepasst werden. Die Erzeugung von Strom als Nebenprodukt bei der Wärmeerzeugung ermöglicht erhebliche Energiekosteneinsparungen von bis zu 25 Prozent der jährlichen Energierechnung. Stromproduzierende Heizungen wie die Mikrogasturbinen halten wegen der kontinuierlichen Verbrennung die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerte übrigens auch ohne eine aufwändige und kostenintensive Abgasnachbehandlung ein und sind damit sehr umweltfreundlich.

„Blue GEN“ als das innovativste und effizienteste Heiz- und Energiesystem

Die Brennstoffzelle als stromproduzierende Heizung nutzt die chemische Energie eines Brennstoffs und wandelt diese in elektrischen Strom und Wärme um. Die Brennstoffzelle „Blue GEN“ von SOLIDpower ist zurzeit das innovativste und effizienteste Heiz- und Energiesystem für Wohnhäuser und Gewerbebetriebe. Sie produziert 13.000 KWh eigenen Strom und kann damit die Heizkosten bis zu 100 Prozent kompensieren. Die Brennstoffzelle ist mit jeder Heizung kombinierbar, da sie nur 0,6 KW an Heizleistung liefert. Das garantiert eine gleichbleibende Stromproduktion an über 8700 Stunden im Jahr. Durch die hohe Energieeffizienz profitiert auch die Umwelt. Brennstoffzellen arbeiten praktisch schadstofffrei, da sie nur Wasserdampf produzieren. Möglich ist bereits, CO2-neutrales Bio-Erdgas statt Erdgas zu verwenden, um die Umweltfreundlichkeit zu erhöhen.

Stromproduzierende Heizungen: Lösungen bei Jürgen Hohnen in Heinsberg

Wir als Fachbetrieb Jürgen Hohnen GmbH Wärme – Wasser – Umwelt aus Heinsberg setzen voll auf innovative Lösungen bei stromproduzierenden Heizungen und arbeiten ausschließlich mit hochwertigen, renommierten Herstellern wie SenerTec, EC Power und SOLIDpower. Wir beraten auch bei der Antragstellung für öffentliche Fördermittel. Der deutsche Staat ist sehr aktiv in der Förderung der energieeffizienten Sanierung und des energieeffizienten Neubaus von Immobilien. Im Fokus dabei stehen die Angebote der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. Die KfW ist die größte deutsche Förderbank. Für private Eigentümer, die sanieren oder energetisch sanierten Wohnraum kaufen, steht auch der Zuschuss „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ (430) für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder einzelne energetische Maßnahmen zur Verfügung. Das Programm sieht bis 30.000 Euro Zuschuss je Wohnung vor und ist flexibel mit anderen Fördermitteln kombinierbar. Förderfähig sind alle energetischen Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen.

Wer seine neue stromproduzierende Heizung nicht kaufen möchte, hat bei uns die Möglichkeit, ein Full-Service-Mietpaket in Anspruch zu nehmen. Bereits ab einer monatlichen Full-Service-Miete ab 99 beziehungsweise 199 Euro (netto) für Privathäuser und für Gewerbetreibende je nach Anlage ist der Einbau einer unserer Heizungsanlagen möglich. Durch unseren Dienstleistungspartner erhalten Sie auch die Möglichkeit, im Rahmen eines Full-Service-Konzepts Ihre neue Anlage 15 Jahre inklusive Vollgarantie, Wartungs- und Serviceinspektionen und 24-Stunden-Notdienst bei bequemen und fest kalkulierbaren Monatsraten zu betreiben. Die Monatsrate ist im gewerblichen Bereich oder im Rahmen von Vermietung/Verpachtung zu 100 Prozent steuerlich abzugsfähig.

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Jürgen Hohnen
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