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Die politische Heizung

By 3. Februar 2021 September 14th, 2021 No Comments
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Die politische Heizung

Der Einstieg in die CO2 Steuer ist mit 25 €/to CO2 umgesetzt. Seit dem 1. Januar 2021 wird jeder Liter Heizöl mit ca. 8 ct/Liter und jeder Kubikmeter Erdgas mit 6 ct zusätzlich belastet. In 4 Jahren wird diese Steuer laut Vereinbarung im jetzigen Koalitionsvertrag über 120 % ansteigen. Unabhängigkeit vom Weltenergiemarkt wird Wärme wegen der beschlossenen Gesetze wesentlich teurer!  Dazu kommt das der Heizölpreis von Ende Oktober 2020 bis Ende Dezember 2020 um 50 % laut tecson.de gestiegen ist.

Alle unabhängigen Experten gehen aber davon aus das bei einer neuen schwarz/grünen Bundesregierung der neue Regierungspartner wesentlich mehr Druck auf die Einhaltung der Klimaschutzziele laut Pariser Vertrag machen wird. Laut Studie von Prof. Dr. Georg Erdmann bewegen sich alle mittleren CO2 Vermeidungskosten oberhalb von 400€/to CO2. Würden diese CO2 Vermeidungskosten bereits heute in den Energiepreis umgelegt würde Heizöl 180 ct/Liter und Erdgas 103 ct je Kubikmeter kosten. Damit würden die Heizkosten beim Heizöl um 200 % und bei Erdgas um ca. 100 % steigen. Auf der anderen Seite soll der Bürger durch andere Maßnahmen entlastet werden.

Warum werden immer noch die meisten Heizungen mit Erdgas saniert?

Leider kann man diese Frage nur mit Unwissenheit, fehlender Informationsbereitschaft, falscher Beratung aus dem Fachhandwerk, geringes Investitionsbudget und fehlende Fördermittel- und Finanzierungsinformation beantworten. Die Bürger sind sich der Tragweite einer falschen Entscheidung nicht bewusst. Vor allem wissen die meisten nicht welche Tragweite diese Entscheidung auf die Nebenkosten des Gebäudes oder der Wohnung für die nächsten 20 Jahre hat.

Der Gesetzgeber hat mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude alle Anreize gesetzt in erneuerbare Energien zu investieren. Eine neue Pelletheizung oder eine Wärmepumpe wird bis zu 50 % mit bis 30.000 € je Wohneinheit bezuschusst. Damit sind die Netto-Mehrkosten gegenüber einer Gasheizung überschaubar. Inkludiert man noch die wesentlich bessere KFW Förderfinanzierung nach dem Programm 167 mit 0,78 % zu einem banküblichen Modernisierungsdarlehen ergeben sich weitere Vorteile für einen Umstieg auf die erneuerbaren Energien. Auch hier hat der Gesetzgeber eindeutige Fakten geschaffen – indem Gas und Heizöl nicht mehr gefördert werden. Hybridheizungen bieten hier noch Ausnahmen. Allerdings sollte man sich die Frage stellen ober bei einer hohen Investition in mehrere Wärmeerzeuger und eine Restabhängigkeit in fossile Energie, das der richtige Ansatz für die Zukunft ist?

CO2 Steuer soll auch durch Vermieter bezahlt werden

Die SPD hat den Vorschlag gemacht das sich Vermieter an den Kosten der CO2 Steuer für Ihre Mieter beteiligen sollen. Der Regierung macht die geringe Sanierungsquote wegen der eingegangenen Verpflichtungen ernsthafte Schwierigkeiten. Mieter haben kaum einen Einfluss auf die Heizungsauswahl im Gebäude. In 2018 lebten insgesamt 42,1 % aller deutschen Haushalte in den eigenen vier Wänden. Etwa 57,9 % waren Mieter. Laut Deutsche Energieagentur liegt die Sanierungsquote mit rund 1 % des Gebäudebestandes pro Jahr noch immer deutlich zu niedrig. Bei Wohneigentümergemeinschaften (WEG) liegt die Sanierungsquote nur bei 0,6 %. Um die Klimaziele auch nur annähernd zu erreichen wären 2,5 – 3 % aller Gebäude notwendig. Daher ist die Erhöhung der Energiekosten ein Schlüssel zur Energiewende.

Energieeffizienz ist die beste Art der Energieeinsparung

Die beste Energie ist die- die nicht verbraucht wird. Am besten ohne den Komfort einzuschränken zu müssen. Der hydraulische Abgleich, Smart-Home über W-LAN Regelungen von Heizkörper und Fußbodenheizungen optimieren das Raumklima. Neue Heizkörper entscheiden über geringere Vorlauftemperaturen und höhere Energieausnutzung. Diese Maßnahmen inklusive aller Folgekosten (neuer Estrich und Bodenbelag) werden über die Bundesförderung ebenfalls mit bis zu 50% gefördert.

Wärmepumpe oder Holzpelletheizung?

Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Wärmepumpen können Ihre Vorteile bei neuen Häusern wegen Ihrem geringen Platzbedarf und Einbindung von Fußbodenheizungen voll ausspielen. In bestehenden Häusern die 20 Jahre und älter sind spielt die Pelletheizung Ihre vollen Vorzüge aus. Höhere Energiemengen zu liefern, Höhere Vorlauftemperaturen für Heizkörper und Warmwasserbereitung und die Platzverfügbarkeit  für einen Gewebetank sind vorhanden.

Durch einen innenliegenden Kamin ist eine Pelletheizung von außen unsichtbar und sorgt auch ohne Solareintrag durch die Sonne für eine 100% Energieversorgung durch erneuerbare Energien. Holzpellets werden nur durch 7% Umsatzsteuer belastet. Auch beim Brennstoff entscheidet der Gesetzgeber über die Vorzüge einer Energie wenn die Umwelt profitiert.

Was kostet eine neue ökologische Heizung?

Eine Investition für eine Pelletheizung inklusive aller Umbaumaßnahmen liegt zwischen 31.000 – 35.000 €. Wärmepumpen liegen mit den Umbauarbeiten in ähnliche Investitionshöhen, allerdings ist die Heizleistung im tiefen Winter entscheidend über die Investition. Nach Abzug der Fördermittel reduziert sich die Investition auf 17.000 € und ist damit ca. 3.800 € höher als bei einer Erdgas-Brennwertheizung bei einer vorherigen Ölheizung.

Im Regelfall hat ein bestehendes Haus von 1990 bei 150 qm Wohnfläche bei einer Pelletheizung Heizkosten von 850 € im Jahr und bei einer Wärmepumpe von 1.300 € im Jahr.

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